Was ist Leinölfarbe?
Leinölfarbe wird aus Leinöl und natürlichen Pigmenten hergestellt. Sie dringt in das Holz ein und schützt von innen nach außen, wobei das Holz diffusionsoffen bleibt (es kann atmen), sodass Feuchtigkeit sich natürlich bewegen kann. Bei älteren Häusern ist Leinölfarbe eine der gebräuchlichsten traditionellen Farbarten.
Wie bereite ich die Oberfläche vor dem Streichen vor?
Bürsten Sie kreidige Farbe ab, kratzen Sie lose Farbe ab und waschen Sie mit geeignetem Malerreiniger. Spülen Sie mit klarem Wasser und lassen Sie die Oberfläche gründlich trocknen. Der Feuchtigkeitsgehalt im Holz sollte beim Streichen 16 % nicht überschreiten. Ersetzen Sie fäulnisgeschädigte Stellen, schleifen Sie bei Bedarf graues Holz ab. Bei Algenbewuchs waschen Sie mit Algen- und Schimmelreiniger und spülen gründlich, bevor Sie streichen.
Wie wird Leinölfarbe aufgetragen?
Grundregeln ist, dass es dünn und eingearbeitet wird. Arbeiten Sie die Farbe mit einem Pinsel in den Untergrund ein, nicht mit einer Rolle oder Spritze, da dies zu dicke Schichten ergibt. Rühren Sie die Farbe vor dem Beginn um und entfernen Sie eventuell entstandene Haut, ohne sie in den Eimer zurückzurühren. Frisch gestrichene Leinölfarbe kann fast spiegelglatt aussehen und wird innerhalb von zwei bis drei Monaten natürlich matter.
Wie lang ist die Trockenzeit zwischen den Anstrichen?
Rechnen Sie mit etwa ein bis zwei Tagen pro Schicht. Die Trocknungszeit wird von Wärme, Licht und Luftfeuchtigkeit beeinflusst, daher warten Sie lieber etwas länger als zu kurz. So vermeiden Sie Blasen und Falten.
Wann kann ich draußen mit Leinölfarbe streichen?
Der Frühling und Frühsommer sind die beste Zeit, aber achten Sie auf das Wetter. Die Tagestemperatur sollte idealerweise über 10 °C liegen. Vermeiden Sie starke Sonneneinstrahlung, Regen und starken Tau, und planen Sie längere Trockenzeiten zwischen den Anstrichen ein als bei modernen wasserbasierten Farben.