Mit Leinölfarbe malen – Schritt für Schritt
Leinölfarbe ist eine klassische, strapazierfähige Farbe mit schönem Glanz für den Außen- und Innenbereich. Sie dringt in den Untergrund ein, schützt das Holz tiefgründig und ist diffusionsoffen: Das Holz kann atmen und die Feuchtigkeit auf natürliche Weise regulieren. Es handelt sich um eine Farbe mit historischer Verankerung und bewährter Methode, die ebenso genial wie einfach in ihrer Zusammensetzung ist: Leinöl zum Schutz und zur Haftung, natürliche Pigmente für die schöne Farbgebung. Bei älteren Häusern ist Leinölfarbe eine der traditionellsten und am häufigsten verwendeten Farbarten.
Bei Ovolin mischen wir Leinölfarbe für Fassade und Fenster von Hand ohne Mischmaschinen und chemische Pasten, sowohl nach NCS als auch nach dem System des Riksantikvarieämbetet. Das sorgt dafür, dass die Farbe ihre Farbtonbeständigkeit über die Zeit besser behält. Wir mischen Farbe von Engwall o. Claesson und haben auch einige eigene Farbreihen wie Skogsgrön, Ovolinocker, Pelargongrön und Bergsmansblå. Außerdem verkaufen wir Ottossons und Gysinge.
Alle Farbtöne sind in unserem Leinölfarbsortiment zusammengefasst.
Was Sie brauchen
Ein Pinsel mit steifen Borsten ist das beste Werkzeug für Leinölfarbe. Ein ovaler oder runder Anstrichpinsel aus echtem Schweineborstenhaar funktioniert hervorragend. Wenn Sie eine besonders glatte Oberfläche wünschen, können Sie anschließend mit einem Moddler nacharbeiten.
Zum Verdünnen empfehlen wir gekochtes Leinöl für den Innenbereich. Im Außenbereich können Sie mit niedrig aromatischem Lackbenzin oder Terpentin (Lösungsmittel) verdünnen.
Bevor Sie beginnen
Rühren Sie die Farbe immer gründlich um. Hat sich eine Haut auf der Oberfläche gebildet, entfernen Sie diese zuerst und rühren dann um. Rühren Sie die Haut niemals in die Farbe ein, da dies zu Abplatzungen im Endergebnis führt.
Wenn Sie innen streichen und Knotenholzdurchschlag vermeiden möchten, lackieren Sie die Knoten vorher mit Schellack (Schellack).
Innen streichen
Verdünnen Sie den ersten Anstrich mit gekochtem Leinöl, damit sich die Farbe leicht verstreichen lässt und in den Untergrund eindringen kann. Wenn Sie mehr verdünnen müssen, tun Sie dies nach Bedarf, aber halten Sie die Schicht immer dünn.
Streichen Sie immer in dünnen Schichten. Das ist das Wichtigste bei Leinölfarbe. Wenn Sie zu dick streichen, trocknet die Farbe nicht richtig.
Auf einem unbehandelten Untergrund streichen Sie 2–3 Mal, um eine schöne, deckende Oberfläche zu erhalten. Wenn das Ergebnis nach dem dritten Anstrich fleckig wird, geben Sie eine weitere Schicht.
Die Trocknungszeit beträgt normalerweise 1–2 Tage. Warten Sie lieber zu lange als zu kurz zwischen den Anstrichen.
Außen streichen
Streichen Sie, wenn die Temperatur über 10 Grad liegt und es trocken ist. Wärme, Licht und niedrige Luftfeuchtigkeit verkürzen die Trocknungszeit.
Auf einer unbehandelten Fassade streichen Sie dreimal:
- Erster Anstrich – Verdünnen Sie die Farbe etwa 20–40 % mit Lösungsmittel.
- Zweiter Anstrich – Verdünnen Sie die Farbe etwa 10–20 % mit Lösungsmittel.
- Dritter Anstrich – Streichen Sie die Farbe unverdünnt.
Zur Oberfläche und zum Farbton
Seien Sie nicht überrascht, wenn frisch gestrichene Leinölfarbe fast spiegelglänzend aussieht. Das ist normal. Nach etwa 2–3 Monaten hat sich die Farbe stabilisiert und ist seidenmatt geworden. Dies ist eine natürliche Mattierung – und nicht dasselbe wie eine halbmatter Farbton.
Wenn Sie dauerhaft eine spiegelglänzende Oberfläche wünschen, können Sie der Farbe Leinöllack zusetzen. Wenn Sie hingegen von Anfang an eine mattierte Oberfläche möchten, verdünnen Sie die Farbe mit etwas Lösungsmittel.
Reinigung der Pinsel
Reinigen Sie Pinsel mit Leinölseife oder Kristallseife. Das ist die schonende Alternative, sowohl für den Pinsel als auch für Sie.
Häufige Fragen zu Leinölfarbe
Ist eine Grundierung notwendig?
Innen empfehlen wir inzwischen Slipgrund V für Engwall o. Claesson. Ansonsten grundieren Sie, indem Sie den ersten Anstrich mit gekochtem Leinöl verdünnen, sodass die Farbe dünn in den Untergrund eingearbeitet werden kann.
Wie lang ist die Trocknungszeit?
Normalerweise 1–2 Tage. Wärme, Licht und niedrige Luftfeuchtigkeit beschleunigen die Trocknung. Bei Kälte und Feuchtigkeit dauert es länger. Streichen Sie niemals zu früh die nächste Schicht.
Kann ich Leinölfarbe für die Hausfassade verwenden?
Ja, Leinölfarbe für Holzfassaden im Außenbereich ist eine klassische Wahl. Folgen Sie der oben genannten Außenempfehlung mit drei Anstrichen und der richtigen Verdünnung.
Weitere Vertiefung: Häufige Fragen zu Leinölfarbe (ausführliche Antworten zu Farbtönen, Jahreszeit, Untergrund und mehr).
Wir mischen Leinölfarbe in unserer Farbmanufaktur in Karlslund, Örebro. Sehen Sie Leinölfarbtöne im Sortiment oder besuchen Sie uns im Tegelmagasinet, wenn Sie die Farbtöne in echt sehen oder sich zu Ihrem Projekt beraten lassen möchten.
Weitere Anleitungen und Rezepte finden Sie unter Ratschläge & Rezepte.
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